Warum Team Jacob?

So, dieser Blogeintrag ist eigentlich schon lange überfällig. Nicht nur, weil ich es liebe über Twilight zu tratschen, sondern auch, weil jede 5. Frage auf Formspring “Warum bist du Team Jacob?” ist.
Wo fang ich denn da an…Also erstmal muss ich sagen, dass ich früher Edward echt toll fand. Der erste Grund: Jacob hatte im ersten Buch nicht wirklich viel zu melden. Zweitens: Edward war in Twilight einfach nur wow. Wie er mit Bella redet, sie behandelt, mit seinem Gewissen kämpft. Ich habe auch das Gefühl, dass Edward im ersten Buch ganz anders ist, als in den anderen Büchern. Im ersten war alles noch toll irgendwie, keine Victoria, kein Jacob (ja, ich fand Jacob doof) - nur Bella und Edward. Mit der Zeit kommen natürlich immer mehr Probleme und Edward beginnt, verspannt und abartig fürsorglich zu werden. So ist der Wechsel zum Team Jacob eigentlich so zu erklären, dass die Abneigung gegenüber Edward einfach immer mehr wuchs. Für mich ist er manchmal echt wie ein nervtötenter Stalker, der sich viel zu viele Sorgen macht. Klar, ist Bella sein Leben, seine Bestimmung, aber trotzdem: Ruhig, Brauner.
Ich bin auch der Meinung, dass es Edwards größter Wunsch war, Bella zu verwandeln. Das ganze Gerede von wegen “Du verlierst deine Seele und wirst zum Monster!” war nur Fassade. Im Inneren wusste er, dass Bella nie ein blutrünstiges Tier werden würde, wie sich ja in BD auch herausstellt. Edward lebt einfach in der Zukunft. Er hat sich seit über 100 Jahren überlegt, was er den nächsten langen Tag machen könnte. Er hat auf Bella gewartet, er spürte, dass er sie kennenlernen würde. Sein Leben begann erst wirklich nach Bella. Kurz: Er ist abhängig von ihr.
Das ist genau der springende Punkt, warum ich Team Jacob bin.
Jacob lebt im Hier und Jetzt. Er lebt im weiteren Sinne. Theoretisch braucht er Bella nicht, er möchte ein gesundes Leben mit ihr führen. Sie lieben und für sie da sein. Und wenn wir mal ehrlich sind, ist das doch auch besser. Nichts ist schlimmer, als sich für seinen Partner verändern zu müssen. Bella will eigentlich kein Vampir sein, nein. Sie hat nur Angst, Edward zu verlieren, in dem SIE stirbt. Mit Jacob wäre das kein Problem gewesen. Niemand hätte auf den anderen warten müssen, sie würden beide Hand in Hand sterben. Deswegen find ich ihren Kuss in Eclipse so herzzerreißend: Sie sieht ihre Zukunft mit ihm, ihre Kinder. So kitischig diese Szene vielleicht sein mag, es zeigt, dass Bella Jacob liebt. Im Unterbewusstsein will sie ihn. Es ist nur so, dass sich Bella an Edward gebunden hat. Dadurch, dass sie ihn angefleht hat, sie zu verwandeln, ist sie eine unzerstörbare, emotionale Bindung mit ihm eingegangen. Das wäre doch auch blöd zu sagen “Verwandel mich!” und nachdem sie realisierte, was sie an Jacob hätte zu sagen “Ok, Edward, sorry, aber mit dem Verwandeln, mit uns, müssen wir nochmal überlegen”. Bella liebt beide gleich, sie redet sich nur ein, mit Edward etwas Besondereres zu haben - eine Beziehung, die die zu Jacob übertrumpft. Falsch!
Die wahre Beziehung, die sie erfüllt, hat sie mit Jacob. Bei ihm kann sie so sein, wie sie ist. Bei Edward muss sie sich IMMER für ihre Gefühle rechtfertigen, sich zurücknehmen. Sie ist einfach unsicher. Im Buch wird das so oft deutlich. Jacob und sie reden über das Leben, ihre Freunde, Pläne, sie haben Spaß zusammen. Mit Edward geht es nur um die jetzigen Dramen, Victoria, das Verwandeln. Edward ist emotional so schwach, Jacob dagegen stark! Mit ihm hätte Bella so viel mehr Spaß. Motorrad fahren, kuschelige Lagerfeuer mit den Quileutes und das Beste wäre: Jacob könnte das alles unverfälscht erleben. Keine Gedanken an die Zukunft, nur die Liebe zu Bella.
Sie und er. Für immer. Bis zum Tod. Nicht die Ewigkeit. Bella sehnt sich nicht nach der Ewigkeit, nur ewige Liebe, die sie meiner Meinung nach bei Jacob gefunden hätte.
Ich hoffe, dass euch meine Gedanken die Angehörigkeit des Teams Jacob erklären und vielleicht denken die Edward-Fans mal darüber nach :)
xxx
Georg